Smart-Information und die verschiedenen Blickwinkel darauf…

Produktdaten werden dann zu intelligenter Information, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt im erforderlichen Kontext vermittelt werden. Aber wie gestaltet man die hierzu erforderliche Datenaufbereitung und Informationsvermittlung?

In diesem BLOG möchte ich mit Ihnen die verschiedenen Blickwinkel zu diesem Thema diskutieren. Da wir als DiNovum aber nur eine Sicht wiedergeben können, haben wir uns mit verschiedenen Partnern vernetzt, um Ihnen ein möglichst vollständiges Bild vermitteln zu können…

 

Prof. Ulrich Thiele                    Georg Eck                 Dr. Stefan Dierßen      Christian Hammer            Maxi Fetsch

 

Im nachfolgenden BLOG werden Sie daher Verweise auf Partnerbeiträge der aufgeführten Personen finden, wo wir thematisch einen direkten Bezug sehen. Zudem werden am Ende dieses Artikels alle Partner kurz vorgestellt und der Link auf den jeweils eigenen BLOG gegeben!

Zusammenspiel von Daten/Prozessen/ Tools

Der Aufbau und die Vermittlung von Smart-Information lässt sich, wie fasst jedes IT Projekt, in drei Bereiche aufteilen: Daten, Prozesse und Tools. Da jedes IT-Tool aber immer seine spezifischen Eigenheiten mit sich bringt und auch der Grundsatz zutrifft „jedes Tool ist nur so gut wie seine Daten…“, gilt es, das richtige Gleichgewicht zwischen diesen Bereichen, herzustellen!

 

Im Umfeld der technischen Dokumentation haben sich zur Datenaufbereitung die XML basierten Content Management Systeme etabliert und zur Informationsausgabe haben sich die mobilen APPs als neues Ausgabemedium platziert. Damit könnte man doch meinen, dass die intelligente Information bereits vorliegt…?

Wir sagen ganz klar JAEIN…die Entwicklung geht grundsätzlich in die richtige Richtung, aber das Potential ist noch längst nicht ausgeschöpft!

Heutige APP Lösungen nutzen die Potentiale noch nicht aus

Georg Eck bietet mit der SQUIDDS seit Jahren erfolgreich APP Lösungen für die technische Dokumentation an, aber er sieht dies nur als ersten Schritt in Richtung einer intelligenten Informationsvermittlung. Ein Tool alleine wird das Potential nicht „heben können“, da die dahinter stehenden Prozesse typischer Weise noch auf traditionelle (sequenzielle) Abläufe und Organisationsformen ausgerichtet sind.

Bild: IST Zustand mit sequentieller Erstellung einer statischen Dokumentation

Anforderungen wie häufige und vollautomatische Datenaktualisierungen, flexible Informationssuche über Verschlagwortung oder Benutzergerechte Inhaltsaufbereitung bringen diese Prozesse schnell an ihre Grenzen, egal wie gut die vorhandenen Tools sind!

Ausrichtung der Inhalte auf den Endanwender

Wie von Prof. Ulrich Thiele proklamiert, muss eine intelligente Informationsvermittlung auf den Endanwender bzw. dessen Anwendungsfall (Use Case) ausgerichtet werden. Dementsprechend braucht es ein Klassifikationskonzept für Use Cases, um die notwendigen Informationen in hinreichender Granularität einzuordnen und Methodiken, um diese „Informationsbausteine“ automatisiert zusammenführen zu können.

Zentralisierte Produktdatenverwaltung

Spätestens bei der Aufbereitung dieser Informationsbausteine wird in vielen Unternehmen sichtbar, dass es keine zentrale Produktdatenbasis gibt, sondern der „Suchen & Finden“ Ansatz gilt. Ohne eine vereinheitlichte Produktdatenstruktur sind Datenredundanz, fehlende Rückverfolgbarkeit oder Terminologie Vielfalt kaum Herr zu werden! Dabei liegen die möglichen Strukturierungsansätze häufig in den Köpfen der Mitarbeiter und Produktentwickler bereits vor und müssen nur erfasst und aufbereitet werden. Da die Produktdaten quasi das Kapital eines produzierenden Unternehmens darstellen, sollte deren Aufbau und langfristige Verwaltung sorgfältig konzipiert sein.

  • Strukturierte Produktdaten
  • Use Cases/ User Journeys
  • Klassifizierte Informationsbausteine

Use case  orientierte Informationsausgabe

Der Aufbau und die Verwaltung dieser Informationsbausteine sind mit den heutigen Component Content Management Systemen (CCMS) bereits weitreichend möglich. Die Ausgabe der Informationen in Richtung der Endanwender ist aber überwiegend Dokumenten-zentriert und damit nicht Use case gerecht! Auch gängige APP Ansätze versuchen bestehende Dokumente in Form von PDFs wiederzugeben, liefern damit dem Anwender in der Regel jedoch zu viel bzw. mehr Information, als was der Anwender erwartet.

 

Genau hier gilt es nun aus technologischer Sicht abzuschätzen, welche Funktionen den größten Mehrwert für den Anwender versprechen und damit eine Investition z.B. in eine entsprechende APP rechtfertigen. Eine Tool orientierte Betrachtung kann hierzu beispielsweise bei Christian Hammer oder Maxi Fetsch eingeholt werden, die sich mit der Konzeption und Implementierung entsprechender APP Lösungen auseinandersetzen.

Durchgängige Informationsprozesse & Datenvernetzung

Bei der Betrachtung der verschiedenen Blickwinkel zu Smart-Information sind wir von der Produktdatenarchitektur, über die Use Case klassifizierten Informationsbausteine bis zur Informationsausgabe mittels APP angelangt. Der verbindende Prozess hierüber wird in dem folgenden Bild zusammengefasst.

Bild: SOLL Zustand mit parallelisierten Prozessen zur modularen Informationsvermittlung

Solch ein „Zielbild“ sollte bereits frühzeitig für ein entsprechendes Projekt erstellt und kommuniziert werden, da nur die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und Kompetenzen im Unternehmen die Durchgängigkeit von Informationsflüssen sicherstellen können!

 

Im großen Unterschied zum heutigen sequenziellen Prozess, werden zukünftig Benutzerfeedbacks ermöglicht, die zu einer kontinuierlichen Informationsverbesserung und –anreicherung genutzt werden können. Dieses Potential ist aber nur erschließbar, wenn entsprechende Informationen automatisiert zugeordnet und vernetzt werden können!

Ich hoffe Ihnen die wesentlichen Blickwinkel auf das Thema Smart-Information näher gebracht zu haben und würde mich über Kommentare oder Anmerkungen freuen!

 

Wenn Sie an weiteren Artikeln zum Thema Smart-Information interessiert sind, können Sie sich einfach hier eintragen…

Kurzvorstellung der "Smart-Information" Blogger


Georg Eck

 

Potentialentfaltungs- und Kommunikations-Coach, der die Anwender mitnimmt und Strategien mit allen in der Prozesskette designt, so dass Anwender die bestmöglich erfolgreiche, intelligente (Smart) Information erhalten. 

 

 Digitale Informationen müssen in Zukunft SMART sein! 

 

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Thiele

 

Ulrich Thiele studierte Maschinenbau und Energietechnik, forschte in den USA. Nach einigen Jahren im Anlagenbau wurde er Geschäftsführer in Fördertechnik und Stromversorgung, gründete danach sein Ingenieurbüro für Technik-Kommunikation. Seine Erfahrungen gibt er weiter über seine Professur an der THM. Seit langem beschäftigt ihn die Transformation vom Papier zu Smart-Information in der Fachkommunikation.

"Smart-Information - brauchen wir das ?" 

Christian Hammer

  

Christian Hammer hatte seine Hände lange Zeit tief in Quell-Code. Heute berät er Kunden und erarbeitet mit ihnen Lösungen rund um Smart-Information, Supportive-Apps und Data-Repurposing. Aber manchmal dürfen seine Hände noch.

 

Smart-Information – Ein Blog mal anders

 

 

Maxi Fetsch

 

Maxi Fetsch übersetzt seit ihrem Studium der Technikkommunikation Expertenwissen in Anwenderwissen, kümmert sich um Anwenderfreundlichkeit von Software und Dokumentation und unterstützt im Team von c-rex.net Kunden bei ihrer Informationsvernetzung.

 

Smart-Information: Neue Blog-Serie

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